Weiter zum Inhalt

DIASAFE®plus Dialysierflüssigkeitsfilter

Ein wichtiger Schritt hin zu guter Dialysepraxis

  • Produziert hochreine Dialysierflüssigkeit
  • Liefert sterile und pyrogenfreie Substitutionsflüssigkeit** 

 

* Bei Verwendung mit zwei DIASAFE®plus in Reihe (für ONLINE Therapien)

Wichtigste Eigenschaften

Abbildung 1: Fragmente bakterieller Endotoxine gelangen in den Blutkreislauf des Patienten und aktivieren Leukozyten, was bei Hämodialysepatienten zu akuten und chronischen Komplikationen führt.

Reinheit der Dialysierflüssigkeit

Bei modernen Nierenersatztherapien sind Qualität und Reinheit von Dialysierflüssigkeiten ein wichtiges Anliegen, da grosse Mengen an Dialysierflüssigkeit mit dem Blutkreislauf des Patienten in Berührung kommen. Dialysierflüssigkeiten können mikrobielle Verunreinigungen wie Endotoxine enthalten, die aus Bakterienfragmenten freigesetzt werden. Endotoxinfragmente können Molekulargewichte von deutlich unter 2000 Da haben – klein genug, um sowohl Low- als auch High-Flux-Membranen zu passieren (Abbildung 1). Endotoxine rufen bekanntermassen akute Nebenwirkungen hervor und begünstigen langfristige Komplikationen bei Hämodialysepatienten1,2.

Um endotoxinbedingte Komplikationen bei der routinemässigen Hämodialyse zu vermeiden, wird in den European Best Practice Guidelines (EBPG)3  für die Hämodialyse dringend die Verwendung von hochreinem Wasser empfohlen. Hochreines Wasser bzw. hochreine Dialysierflüssigkeit kann durch die Verwendung spezieller Dialysierflüssigkeitsfilter – wie DIASAFE®plus – mit geringem Aufwand hergestellt werden.

Die unterschiedlichen Reinheitsgrade von reinem und hochreinem Wasser nach den European Best Practice Guidelines für die Hämodialyse
  Reines Wasser Hochreines Wasser
Mikrobielle Kontaminationen (KbE/ml) ≤ 100 < 0.1
Bakterielle Endotoxine (IE/ml) < 0.25 < 0.03

Endotoxine (LPS) stimulieren die Freisetzung von proinflammatorischen Zytokinen, reaktiven Sauerstoffspezies und Lipid-Mediatoren aus immunkompetenten Zellen.

Chronische Entzündung

Endotoxine können immunkompetente Zellen auf verschiedene Weise aktivieren und dadurch die chronische Entzündung verstärken, die bei allen Hämodialysepatienten vorhanden ist4. Die Evidenz zeigt, dass chronische Entzündung ein Hauptrisikofaktor für das Fortschreiten atherosklerotischer kardiovaskulärer Erkrankungen (CVD) ist5.

Es wurde gezeigt, dass die Verwendung hochreiner Dialysierflüssigkeit die Marker für chronische Entzündung bei Hämodialysepatienten reduziert6. Daher liegt es nahe, dass hochreine Dialysierflüssigkeit eine positive Wirkung auf entzündliche Erkrankungen wie die atherosklerotische CVD haben könnte7.

Oxidativer Stress

Verschiedene behandlungsbezogene Stimuli, darunter bakterielle Endotoxine aus Dialysierflüssigkeit8,9, können den oxidativen Stress erhöhen – eine Situation, in der das normale Gleichgewicht zwischen der Produktion reaktiver Sauerstoffspezies (ROS) und der antioxidativen Aktivität zugunsten der ROS verschoben ist. Da oxidativer Stress mit dem Fortschreiten von Mangelernährung, Anämie und entzündlichen Erkrankungen wie Atherosklerose einhergeht, erscheint die Verwendung hochreiner Dialysierflüssigkeit wünschenswert, um dialysebedingte oxidative Mechanismen zu reduzieren8,9.

Advanced Glycation Endproducts (AGE)

Die Bedeutung hochreiner Dialysierflüssigkeit für die routinemässige Hämodialyse wird durch die Tatsache hervorgehoben, dass Endotoxine synergistisch mit AGEs (Advanced Glycation Endproducts) wirken, die sowohl die Entzündung als auch den oxidativen Stress verstärken10. Ausserdem führt die Verwendung hochreiner Dialysierflüssigkeit zu niedrigeren Plasmawerten der AGE-Verbindung Pentosidin11.

Anämie-Behandlung

Es wurde gezeigt, dass hochreine Dialysierflüssigkeit zu einer besseren Eisenverwertung und zu einem besseren Ansprechen auf Erythropoetin führt. Daher könnte sich hochreine Dialysierflüssigkeit als vorteilhaft bei der Behandlung von Anämie erweisen und ein Verringerung der Erythropoetin-Dosierung bei gleichzeitig weiterhin optimalen Hämoglobinwerten ermöglichen12,13.

Technologie

DIASAFE®plus – ein wichtiger Schritt hin zu guter Dialysepraxis

Obwohl das zur Herstellung der Dialysierflüssigkeit verwendete Wasser eine Reihe von Aufbereitungsschritten durchläuft, besteht die Möglichkeit, dass es dennoch nicht die strengen Anforderungen der Aufsichtsbehörden im Hinblick auf bakterielle Verunreinigungen erfüllt. Als letztes Glied in der Wasseraufbereitungskette sorgt der DIASAFE®plus Filter dafür, dass die geforderten Reinheitsgrade durch die zuverlässige Herstellung hochreiner Dialysierflüssigkeit nach ISO-Normen problemlos erreicht werden. In den DIASAFE®plus Filter integriert ist die Fresenius Polysulfon® Membran, die aufgrund ihrer überlegenen Adsorptions- und Siebeigenschaften über eine ausgezeichnetes Rückhaltevermögen für Endotoxine verfügt. Durch die erweiterte Oberfläche von 2,2 m² wird das Adsorptions- und Rückhaltevermögen zusätzlich vergrössert.

DIASAFE®plus kann mit nur drei schnellen Handhabungsschritten angeschlossen werden. Das DIAFIX™ Lock System sorgt für eine einfache und hygienische Verbindung.

Installation und Austausch – hygienisch, schnell, einfach

Das DIAFIX™ Lock System sorgt für eine einfache und hygienische Verbindung mit dem Dialysegerät. Für Installation oder Austausch des DIASAFE®plus sind nur drei Handhabungsschritte erforderlich:

  1. Öffnen der Verschlüsse des Filterhalters
  2. Einsetzen des DIASAFE®plus Filters in die Führungen
  3. erriegeln der Verschlüsse – der DIASAFE®plus Filter ist einsatzbereit. So einfach ist das! 

Schematische Darstellung der ONLINE Hämodiafiltration mit dem ONLINEplus™ System.

DIASAFE®plus im ONLINEplus™ System

  • Eine hochreine, mit DIASAFE®plus hergestellte Dialysierflüssigkeit sowie Dialysatoren, deren Membranen ein hohes Endotoxin-Rückhaltevermögen haben (Fresenius Polysulfon®, Helixone® oder Helixone®plus), sind die wichtigsten Bestandteile einer qualitativ hochwertigen Hämodialysebehandlung.
  • Durch das ONLINEplus™ System werden die Qualitätsstandards von konvektiven Behandlungsverfahren wie Hämodiafiltration (HDF) und Hämofiltration (HF) weiter verbessert.
  • Die zuverlässige Herstellung steriler und pyrogenfreier Substitutionsflüssigkeit wird durch doppelte Filtration für ONLINE HDF/HF-Therapien erreicht, wenn zwei in Reihe geschaltete DIASAFE®plus Flüssigkeitsfilter eingesetzt werden14.
  • Neben der Verbesserung der Hygiene und Sicherheit von konvektiven Behandlungsverfahren bietet die ONLINEplus™ Option zusätzliche Behandlungsmöglichkeiten und eine einfachere Handhabung.

Leistungsdaten

DIASAFE®plus Dialysierflüssigkeitsfilter

DIASAFE®plus Dialysierflüssigkeitsfilter
Membranmaterial Fresenius Polysulfon®
Effektive Oberfläche (m²) 2,2
Gewicht (g) 170
Gehäusewerkstoff Polypropylen
Vergussmasse Polyurethan
Dichtungen Silikon
Verbindung zur Maschine DIAFIX™ Lock System
Filtrationsrate 5 ml/min x mmHg (3,75 l/min bar; max. 2 bar)
Filterstandzeit Standard-HD: max. 12 Wochen oder 100 Behandlungen
ONLINE HF/HDF, ONLINE Befüllen/Spülen: max.12 Wochen oder 100 Behandlungen
Desinfektion Puristeril® 340 oder Puristeril®plus (Peressigsäure) 
Diasteril® (Hydroxyessigsäure) oder Citrosteril® (Zitronensäure) 
Sporotal®100 (Natriumhypochlorit) max. 11 Anwendungen
Verwandte Inhalte
HDF-Pumpe

HighVolumeHDF® — so einfach wie die HD.